// Ratgeber zur glutenfreien Ernährung mit Pseudogetreide

Amaranth: Das Powerkorn der Azteken und Inkas

Amaranth im Detail

Schon vor 3.000 Jahren war Amaranth bekannt. Die Mayas und Inkas wussten, dass es sich dabei um ein gesundes und außergewöhnliches Nahrungsmittel handelt und kannten das Korn als "Huautli" und "Kiwicha". Lange war das Pseudogetreide in Vergessenheit geraten bis es in den 1980ern großflächig in Mitteleuropa angebaut wurde. Heute gelten die kleinen Samenkörner, die eine Ähnlichkeit mit Senfkörnern haben, als gut verträgliche Getreidealternative und die gesunden Inhaltsstoffe machen Amaranth immer beliebter. Eine Produktempfehlung finden Sie am Ende des Dokuments.

Amaranth gilt als kohlenhydratarme Getreidealternative und wird sehr gerne verwendet, wenn man bei der Ernährung Kohlenhydrate einsparen möchte. Er ist reich an wertvollen Proteinen und Ballaststoffen - Speisen mit hohem Amaranthanteil sind daher sehr sättigend. Analog zu Quinoa und Co. ist Amaranth glutenfrei und daher eine gute Alternative zu Weizen und anderen Getreidesorten.

enthaltene Vitamine in Amaranth

enthaltene Vitamine in Amaranth (in mg)

enthaltene Mineralstoffe in Amaranth

enthaltene Mineralstoffe in Amaranth (in mg)

Nährstoff Menge
Kalorien 371 Kcal
Fettgehalt
7 g
Eiweiß
15 g
Kohlenhydrate
66 g

Das Powerkorn zählt neben Buchweizen und Quinoa als Getreidealternative zu den basischen Lebensmitteln. 75 Prozent gesunder Ernährung sollen basisch sein, daher sind Speisen mit Amaranth dazu bestens geeignet. Essentielle Fettsäuren müssen durch die Nahrung zugeführt werden. Durch den Verbrauch von Amaranth ist dies auf einfache Art möglich, da er Omega 3-Fettsäuren und Omega 6-Fettsäuren in großer Menge enthält. Bei Amaranth ist der Eiweißgehalt höher als bei anderen Getreidesorten. Es sind sämtliche essenziellen Aminosäuren enthalten. Bei Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, kann es manchmal zu Eiweißmangel kommen. Hier sind Speisen aus Amaranth eine große Hilfe. Das Eiweiß aus Amaranth ist besonders hochwertig und kann vom Körper leicht in Nahrungsprotein umgewandelt werden. Um sich darunter etwas vorstellen zu können, hier ein Beispiel: Hühnereiweiß hat eine Wertigkeit von 100, Eiweiß aus Amaranth hat die biologische Wertigkeit von 75.

Ursprung und Verbreitung von Amaranth

Lysin ist eine der Aminosäuren, die dem Körper zugeführt werden müssen, da körpereigene Eiweißmoleküle damit aufgebaut werden. Amaranth enthält besonders viel davon. Wenn es dem Körper an Lysin fehlt, funktioniert der Aufbau von Kollagen nicht ausreichend, die Haut wird trocken und faltig, das Bindegewebe wird schwach. Auch für die Knochengesundheit ist diese Aminosäure ganz wichtig. In wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass durch Lysin das Ausbreiten von Krebszellen verhindert und auch Metastasenbildung bei Krebs gestoppt werden kann. Für ein intaktes Immunsystem ist Lysin ebenfalls sehr wichtig.

In dem kleinen, nussig schmeckenden Amaranth-Körnchen sind auch viele wichtige Spurenelemente enthalten. Amarant ist besonders eisenreich, Magnesium und Calcium sind ebenfalls in hoher Dosis vorhanden. Durch die hohen Zinkwerte wird das Immunsystem gestärkt und kann perfekt funktionieren. Der hohe Eisengehalt von Amaranth macht Speisen damit für schwangere Frauen und stillende Mütter besonders empfehlenswert und gesund. In dieser Zeit benötigt eine Frau besonders viel Eisen, und es kann leicht zu Eisenmangel kommen. Die Vitamine B1 (Thiamin), B2 (Riboflavin) und C sind weitere gesunde Inhaltsstoffe von Amaranth.

Herkunft von Amaranth

Amaranth Herkunft und Verbreitung

Ursprung und Verbreitung von Amaranth
(Qhx, CC BY-SA 3.0, Wikimedia)

Die anspruchslose und pflegeleichte Amaranth-Pflanze gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und stammt ursprünglich aus Südamerika. Sie benötigt viel Sonne und Wärme, um gut zu gedeihen. Wer einen solchen Platz zur Verfügung hat, kann sogar versuchen, seinen eigenen Amaranth im Garten anzupflanzen. In den dunkelroten Blütendolden reifen die kleinen Körnchen und können im späten Herbst geerntet werden. Sobald die Blütenstände trocken sind, fallen die Amaranth-Körner heraus.

Amaranth in der Küche

Vor dem Kochen müssen die Körnchen mit kaltem Wasser gut durchgespült werden. Das gelingt am Besten in einem Sieb unter fließendem Wasser. Anschließend werden die Amaranth-Körnchen mit der doppelten Menge Wasser gekocht. Nachdem sie einmal aufgekocht sind, sollen sie ungefähr 25 Minuten nur leicht köcheln. Amaranth eignet sich zur Zubereitung von Aufläufen, passt in Salate oder in Müsli. Gemahlener Amaranth kann ein Drittel der angegebenen Mehlmenge beim Brotbacken ersetzen. Da das Mehl glutenfrei ist und daher nicht klebt, kann es nur in Verbindung mit anderem Mehl zum Backen verwendet werden. Amaranth-Pops finden sich nicht nur in fertigem Müsli, man kann sie auch leicht selber machen. In einer Pfanne werden die Amaranth-Körnchen ohne Fett bei großer Hitze einmal durchgeröstet und dann sofort von der Herdplatte genommen. Die Samen brennen sehr leicht an. Am besten eignet sich eine Pfanne mit Glasdeckel, damit man sieht, wie die Körnchen aufpoppen.

Hinweis: Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben dienen lediglich der allgemeinen Information und können eine ärztliche Beratung oder die Behandlung durch entsprechend ausgebildete Ärzte nicht ersetzen.


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