// Ratgeber zur glutenfreien Ernährung mit Pseudogetreide

Chia: Das Grundnahrungsmittel der Maya

Chia im Detail

Die mexikanische Chia war schon den alten Maya bekannt. Sie nutzten Chia-Samen als Grundnahrungsmittel und Heilpflanze. Mittlerweile kennt man das Superfood auch in Europa, es weist bemerkenswerte Inhaltsstoffe und Eigenschaften auf. Der Gehalt an Calcium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren und löslichen Ballaststoffen ist hoch, das dient einer ausgewogenen Ernährung und ist zugleich höchst gesund.Eine Produktempfehlung finden Sie am Ende des Dokuments.

Herkunft von Chia

Bei der in Europa vermarkteten Chia ist die mexikanische Art gemeint, es gibt auch eine nordamerikanische (sogenannte kalifornische) Chia. Die mexikanische Chia ist ein sogenanntes Pseudogetreide und stammt aus Me­xi­ko sowie Zen­tral- und Süd­ame­ri­ka, der botanische Name ist Sal­via His­pa­ni­ca. Sie gehört (wie auch die kalifornische Chia) zu den Lip­pen­blüt­lern, ihre Kultivierung wird wahlweise den Maya-Stämmen oder auch den Azteken und Tolteken zugeschrieben. Das erste Verbreitungsgebiet war Ecuador und das südliche Mexiko, wo Chia seit Jahrtausenden auf gut durchlässigen, nährstoffreichen und gut belüfteten Böden gedieh. Bevor die Spanier den südamerikanischen Kontinent eroberten, war Chia dort ein bedeutendes Agrarerzeugnis und als Grundnahrungsmittel etwa so bedeutsam wie Mais oder sogar wichtiger. Auch als Heilpflanze war Chia höchst bedeutsam, bis die Spanier den Anbau unterbanden oder verboten, wie das auch mit anderen traditionellen Pflanzen geschah. In der Atzekensprache Nahuatl bedeutet Chia “ölig”, in der Maja-Sprache "Kraft". Nach der me­xi­ka­ni­schen Volks­me­di­zin genügte ein Tee­löf­fel voll Chia-Samen, um einem Men­schen 24 Stun­den lang Kraft zu verleihen.

Chia Nährstoffe

Chia gilt als Su­per­food, weil seine Samen sehr viele Nährstoffe in ausgezeichneter Zu­sam­men­set­zung enthalten. Auch weist er be­son­de­re Ei­gen­schaf­ten auf, die es so bei her­kömm­li­chen Le­bens­mit­teln nicht gibt. Folgende Nährstoffe sind in Chia im Wesentlichen enthalten:

  • Omega-3-Fett­säu­ren: Deren Gehalt ist hoch und zählt zu den wesentlichsten Vorteilen von Chia. Vor allem Alpha-Lin­o­len­säu­re ist stark vertreten, ihr Anteil erreicht fast den Wert wie bei Lein­saat, doch Chia enthält deutlich weniger Fett als Leinen. Alpha-Linolensäure muss der Körper allerdings erst noch zu einer verwertbaren Form umwandeln, was wiederum durch die Einnahme von gemahlenem Chia-Samen gut gelingt. Das konnte durch Studien von amerikanischen Wissenschaftlern belegt werden. Die gesundheitlichen Wirkungen sollen bemerkenswert sein (wir relativieren aufgrund der Health Claims Richtlinien). So könnte Chia ent­zün­dungs­hem­mung wirken, das Herz und das Ge­dächt­nis stärken, Ar­thro­se­schmer­zen reduzieren sowie die Seh- und Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit verbessern.
  • Pro­te­ine: Der Eiweißgehalt von Chia-Samen ist doppelt so hoch wie bei konventionellem Ge­trei­de, der Koh­len­hy­drat­ge­halt ist hingegen sehr gering (20 versus 5 %). Dabei ist das Ami­no­säur­e­pro­fil interessant, denn Chia-Samen enthalten hohe An­tei­le von Tryp­to­phan. Diese Aminosäure hebt den Se­ro­to­nin-Spie­gel, was stimmungsaufhellend wirkt.
  • Cal­ci­um: Chi­a enthält fünfmal so viel Calcium wie Milch (630 mg / 100 g).
  • Eisen: Chia-Samen enthalten wesentlich mehr Eisen als Spinat, eine kleine Portion (15 g) deckt ein Zehntel unseres Tagesbedarfs.
  • Zink: Auch der Zink­ge­halt einer 15-Gramm-Portion Chi­a­sa­men (0,7 mg) deckt 10 % unseres Tagesbedarfs an diesem wichtigen Mineral.
  • Vit­amin B3: Dieses Vitamin ist in Chia un­ge­wöhn­lich stark vertreten (8 mg / 100 g), was für viele Kör­per­pro­zes­se wichtig ist. Vitamin B3 trägt zur Ent­gif­tung bei, fördert den Abbau von Fett und unterstützt den Koh­len­hy­dratstoff­wech­sel.
  • Bal­last­stof­fe: Unsere Er­näh­rung ent­hält nicht genügend Bal­last­stof­fe, was zu Ver­dau­ungs­pro­ble­men führt. Auch die Darm­flo­ra leidet unter zu wenig Ballast. Chiasamen enthalten 34 % Bal­last­stof­fe, beim Einweichen der Samen entsteht ein Bal­last-Gel. Diese Stoffe sind lös­li­ch und damit sehr be­kömm­li­ch, pfle­gen die Darm­flo­ra, entgiften und regeln den Blut­zu­cker­spie­gel.

Gesundheitliche Wirkungen von Chia-Samen

Die folgenden Heileigenschaften werden beschrieben, wir sichern sie entsprechend der Health Claims Richtlinie ausdrücklich nicht zu. Na­tur­heil­kund­lich ori­en­tier­te The­ra­peu­ten empfehlen Chia be­glei­tend bei Ge­lenk­schmer­zen wegen der enthaltenen An­ti­oxi­dan­ti­en und Omega-3-Fett­säu­ren. Diese wirken ent­zün­dungs­hem­mend. Zu den An­ti­oxi­dan­ti­en in Chi­a gehören Fla­vo­nolgly­ko­si­de, My­ri­ce­tin, Kämp­fe­rol und Quer­ce­tin. Gegen Dia­be­tes könnte Chia wegen der Regulierung des Blut­zu­cker­spie­gels wirken. Das mexikanische In­sti­tu­te of-Bio­me­di­cal Re­se­arch will na­tur­heil­kund­li­che Me­di­ka­men­te aus Chia, Kak­tus­ und So­ja­pro­te­in entwickeln. Eine Studie zur Wirksamkeit veröffentlichte das Jour­nal of Nut­ri­ti­on. Chia-Samen wirkt sättigend, was zur Ge­wichts­re­duk­ti­on beiträgt. Auch soll Chia das vis­zer­a­le Fett (Bauch­fett) re­du­zieren. Eine bra­si­lia­ni­sche Stu­die belegte 2014 die Senkung des Blut­drucks nach 12-wö­chi­ger Ein­nah­me von gemahlenem Chia-Samen. Gegen einen Reiz­darm­ hilft Chia offenbar ähn­lich gut wie Floh­sa­men. Die Bal­last­stof­fe und die Omega-3-Fett­säu­ren senken zudem den Cho­le­ste­rin­spie­gel. Gegen Sod­bren­nen wirken die Bal­last­stof­fe im Chia-Gel.

Chia in der Küche

Die Chia-Samen lassen sich gut lagern, in der Küche kommen sie al­ter­na­tiv zu Lein­sa­men zum Einsatz. Letzteren sind sie etwas überlegen, weil sie weniger hor­mo­nell wirk­sa­me Li­gna­ne enthalten. Auch schmeckt Chia vielen Menschen besser als Lein­sa­men. Ein wichtiger Aspekt ist die mögliche Belastung von europäischem Lein­sa­men mit Cad­mi­um, die es bei Chia nicht gibt. Der Geschmack von Chia-Samen ist mil­d bis neutral, was gute Kombinationen mit anderen Le­bens­mit­teln ermöglicht. Re­zep­te gibt es für Smoot­hies, Ge­bäck, Pud­dings, Dres­sings, Salate und Müsli.

Hinweis: Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben dienen lediglich der allgemeinen Information und können eine ärztliche Beratung oder die Behandlung durch entsprechend ausgebildete Ärzte nicht ersetzen.


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